Pino Polimeno

 

Der Kunstraum Varel zeigt vom 20. Oktober bis 26. November 2017 Arbeiten des in Oldenburg lebenden, kalabrischen Künstlers Pino Polimeno in einer kleinen Werkschau.

 

Seine Arbeiten sind restaurativ gestaltete Miniaturwelten, Miniaturbühnen in einer Farb- und wortwörtlichen Leuchtkraft, denen nichts Kitschiges anhaftet. Thematisch erinnert er seine Heimat Kalabrien. Dabei geht es ihm in seinen Werken nicht um Nostalgie, nicht um ein betuliches „früher war alles besser“.

 

Die Arbeiten sind eher Ausdruck einer glücklichen Kindheit und Jugend, die sich in ihren Farben, ihrer emotionalen Bedeutung dann auch als Heimat zu erkennen geben. Die Werke bestechen durch ihren dreidimensionalen Aufbau. Der Betrachter fühlt sich eingeladen, um die Ecke zu schauen, die Treppe hinauf zu gehen und am Tor zu klopfen.

 

Pino Polimeno, in Belgien als Sohn eines kalabrischen Gastarbeiters geboren, kehrte im Alter von neun Jahren in das Land seiner Eltern zurück . Er teilt damit das Schicksal vieler „Gastarbeiterfamilien“, denen es - nennen wir es Schicksal - nicht vergönnt war, in der Fremde Fuß zu fassen. Seine weitere Kindheit und Jugend wuchs er in Kalabrien auf. Nachkriegszeitlich bedingte Armut der 1950/60ger Jahre waren hier allgegenwärtig, aber eben auch die Herzlichkeit in der kalabrischen Großfamilie, eingebunden in ländlich bäuerliche Beziehungen und dörfliche Strukturen. Pino begleitete seinen Onkel durch eine kleinteilige Landschaft in ihrem warmen Licht, über sonnenverbrannte Straßen und ockerfarben geprägte Flora und Fauna auf dessen täglichem Arbeitsweg. Mit dem Esel, beladen mit Marktwaren zum Verkauf, besuchten sie die Ortschaften der Umgebung. Nachhaltig sind diese Reisen in Pino Polimenos emotionalem Gedächtnis verhaftet geblieben. Nach dem Studium der Arti Decorative (Fresko, Mosaik, Wandmalerei) verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Restaurierungsarbeiten. Arbeit und Zufall führten ihn Jahrzehnte später nach Deutschland, die Liebe nach Hannover und Oldenburg. Die Liebe zur Heimat blieb davon unberührt. Neben seiner beruflichen Ausrichtung baute Pino Polimeno seine künstlerische Identität auf, geprägt und bestimmt von den emotionalen Erinnerungen an die Kindheitstage in den Farben der kalabrischen Heimat, ihrer von der Sonne verwitterten Häuser, den liebevoll gestalteten Portalen und Hausecken. Man meint die kindliche Freude beim Gestalten seiner Erinnerungen förmlich zu spüren.

 

Pino Polimeno lebt und arbeitet seit 1992 in Deutschland (Hannover, Oldenburg) und Italien (Palizzi, Reggio C.)

 

Die Ausstellung ist vom 20.Oktober bis zum 26. November 2017; jeweils samstags und sonntags von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Zollamt Varel, Am Hafen 1 zu sehen.

Zur Vernissage am 20.10.2017 um 19:00 Uhr ist der Künstler anwesend.

 

 

Liebe Freunde und Besucher des Kunstraums,

Sie sind eingeladen, sich auf unserer homepage umzuschauen.

Wir würden uns über Ihren Besuch in unserem Domizil im ehemaligen Zollamt Varel ebenfalls sehr freuen.

Hinweisen möchten wir außerdem auf die Gemeinschaftsarbeit 2016:

Die "Grodenmappe" beinhaltet die 2016 geschaffenen Arbeiten von 6 Künstlern der Gemeinschaft Kunstraum Zollamt im Passepartout, nummeriert und handsigniert in ansprechendem Karton und mit einführendem Editorial.

Die "Grodenmappe" -kann zum Preis von 220,00 € erworben werden.

 

Sie hat eine Auflage von 15 Stück. Interessierte Anfrage bitte an kunstraum-varel@gmx.de

 Wegen der für uns unzumutbaren Entwicklungen in Dangast haben wir dankbar das Angebot des Zollamt-Teams angenommen, in den Räumen am Vareler Hafen kreativ wirksam zu sein.

jetzt hier:

Am Hafen 1

26316 Varel

kunstraum-varel@gmx.de