Fine-Art Fotografie von Bernhard Winkler im Kunstraum Varel

Bernhard Winkler: strange landscape 6, 40 x 60 cm, fine art print
Bernhard Winkler: strange landscape 6, 40 x 60 cm, fine art print

Vorbeirauschende Landschaften, wie aus dem Zugabteilfenster erfasst: So erscheinen die Fotografien des Berliner Künstlers Bernhard Winkler, die der Kunstraum Varel in einer neuen Ausstellung vorstellt. Gebirgszüge, etwa in „strange landscape 6“, wirken wie in Nebelschleier eingehüllt, das schroffe Gestein wird weich, malerisch, und erinnert an das Sfumato von Leonardo da Vinci. Auch Assoziationen an ein Erdbeben kommen auf, da einige Formen doppelt und leicht versetzt abgebildet sind und Erschütterungen der Kamera vermuten lassen. Bernhard Winkler setzt die Unschärfe gezielt als Gestaltungsmittel ein und verleiht den abgebildeten Landschaften damit eine unwirkliche Atmosphäre, der Wirklichkeit entrückt. Was zunächst als flüchtige Impression daherkommt, entpuppt sich aber bei längerer Betrachtung als nachhaltiges und unverrückbares Bildmonument.

 

Die Idee der Bewegungsunschärfe in der Fotografie kommt bei Winkler nicht von ungefähr. 1956 im Emsland geboren, arbeitete er nach dem Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin mehr als 20 Jahre als Kameramann für diverse Kino- und Fernsehproduktionen. Seit 2005 ist er freier Künstler im Bereich Fine-Art Fotografie, in dem er diverse Auszeichnungen erwarb.

 

Natürlich habe ich Vorbilder und zwar hauptsächlich in der Malerei“, so Winkler in einem Interview. Neben William Turner ist vor allem der Einfluss von Edward Hopper gut nachzuvollziehen. Die Fotografie „the walk“ ist deutlich an die Bildsprache des bekannten amerikanischen Realisten des 20. Jahrhunderts angelehnt und mit dem Titel „nighthawk“ wird sogar auf dessen berühmtestes Gemälde angespielt.

 

Neben Landschaften sind auch Porträts in der Ausstellung vertreten, die im Werk des Künstlers in jüngster Zeit eine größere Bedeutung bekommen haben. Das Experiment mit der Unschärfe gelingt auch hier und verleiht den Abgebildeten eine gewisse Fragilität und Intimität. „Jeder erwartet, dass die Kamera nur einen Sekundenbruchteil einer Sekunde aufzeichnet, aber der Moment danach, nach dem Geräusch des Auslösers, schafft eine kleine Wahrheit“, so Winkler.

 

Die Ausstellung im Kunstraum Varel ist vom 30.08.2019 bis zum 13.10.2019 zu sehen. Zur Vernissage am Freitag, den 30.08.2019, um 19 Uhr wird der Künstler anwesend sein. Die Einführung hält Tom Gefken, Maler und Gründungsmitglied der Galerie des Westens, GaDeWe e.V., Bremen.

 

Der Kunstraum im Alten Zollamt am Hafen 1 in Varel ist samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

 

 

 

 

Liebe Freunde und Besucher des Kunstraums,

Sie sind eingeladen, sich auf unserer homepage umzuschauen.

Wir würden uns über Ihren Besuch in unserem Domizil im ehemaligen Zollamt Varel ebenfalls sehr freuen.

Hinweisen möchten wir außerdem auf die Gemeinschaftsarbeit 2016:

Die "Grodenmappe" beinhaltet die 2016 geschaffenen Arbeiten von 6 Künstlern der Gemeinschaft Kunstraum Zollamt im Passepartout, nummeriert und handsigniert in ansprechendem Karton und mit einführendem Editorial.

Die "Grodenmappe" -kann zum Preis von 220,00 € erworben werden.

 

Sie hat eine Auflage von 15 Stück. Interessierte Anfrage bitte an kunstraum-varel@gmx.de

 

Am Hafen 1

26316 Varel

kunstraum-varel@gmx.de