Grodenbilder zwischen Utopie und Wirklichkeit

 

Die Präsentation der Mappe mit Orginalgrafiken und die Eröffnung einer Ausstellung mit den Werken aus dieser Mappe stieß am Freitag, dem 9.12. im Kunstraum Zollamt auf großes Interesse und erfreute sich positiver Resonanz. Die Ausstellung ist noch bis zum 23.12. zu sehen.

 

Inspiriert von den Brückekünstlern haben Mitglieder des Kunstraums ein Mappenwerk mit Originalgrafiken erstellt. Wie bei den Künstlern vor 100 Jahren ist die Landschaft das verbindende Element einer spannenden und abwechslungsreichen Zusammenstellung. Der Groden, zwischen Wapeler Siel und Grodenchaussee, bietet in seiner Form als Nicht-Landschaft, einer Landschaft, die eher als Durchgang denn als Ziel genutzt wird, ein weites Feld der künstlerischen Annäherung.

So hat Helmut Wahmhoff die Technik des Holzschnitts gewählt um die Klarheit des Grodens auf Fläche, Linie und Struktur in Schwarz und Weiß zu erfassen. In weiteren Schritten kommt dann die Farbe wieder zurück.

Eine weitere klassische Drucktechnik nutzt Norbert Friebe, indem er seine gekonnten Zeichnungen mit der Lithografie, dem Steindruck, vervielfältigt.

Gunnar S. Voigt und Marin Otto nutzen die Fotografie, um Utopien zu zeigen und entfernen sich so von der sichtbaren Realität hin zu einer Gefühls- und Gedankenwelt zwischen Hoffen und Bangen.

Ähnlich merkwürdig erscheinen die analogen Schwarzweißaufnahmen von Matthias Langer, die die Zeit und das Vergangene zeigen. Die 15 Bilder für die Mappen sind an einem Tag im Abstand von fünf Minuten zwischen den Einzelaufnahmen entstanden. Die Veränderung zeigt sich nur am Sonnenstand und den Schatten im Bild.

Bewegung ist auch in dem Video von Norbert Ahlers, dessen Animationsclips als essayistische Gedankensplitter die Zusammenstellung abrundet.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Rauminstallation, bei der von jedem Künstler repräsentative Arbeiten ihres Schaffens in der sogenannten Petersburger Hängung gezeigt werden— wie eine Quellenangabe.

 

Die Grafikmappe ist in einer Auflage von 15 Stück erschienen und kann in der Ausstellung erworben werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23.12. zu den Öffnungszeiten der Zollamt-Galerie, Am Hafen, 26316 Varel, zu sehen:

 

Mi, Do, und Fr. von 10 bis 12 Uhr und

Sa. und So. von 13 bis 17 Uhr.

 

 

Präsentation Künstlermappe 'Groden'

Freitag 9.12.2016 um 19 Uhr

Die Zollamt-Galerie ist bis zum 23.12. auch Mittwochs bis Freitags

zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet.

 

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Liebe Freunde und Besucher des Kunstraums,

wegen der für uns unzumutbaren Entwicklungen in Dangast haben wir dankbar das Angebot des Zollamt-Teams angenommen, in den Räumen am Vareler Hafen kreativ wirksam zu sein.

jetzt hier:

Am Hafen 1

26316 Varel